06 Apr

5 Ideen deinen Lieblingskünstler zu unterstützen

Der Lieferdienst stellt das gebrachte Essen einfach im Flur ab und der Bäcker lässt sonntags nur zwei Kunden gleichzeitig in den Laden. Die sonst so überfüllten Straßen im Berufsverkehr sind leerer als zu den besten Ferienzeiten und trotz der ersten richtigen Sonnentage, ist auf den Rheinwiesen so gut wie nichts los.

Ich kann mich persönlich nicht an eine ähnliche Situation erinnern. Covid-19 schränkt unseren Tagesablauf ein, beeinflusst unsere Gedanken und reduziert unser sozialen Kontakte auf ein Minimum. Es bleibt zwar viel Zeit für Netflix, Social Media oder die engste Familie, aber etwas fehlt trotzdem. Und je länger diese Ausnahmesituation andauert, umso stärker merken wir das.

Vergleichsweise locker damit umgehen, können all die, die einen starken Arbeitgeber im Rücken haben. Der Home Office anbietet und das Gehalt uneingeschränkt weiterzahlt. Aber was ist mit denen, deren Einnahmequellen nahezu komplett wegbrechen? Viele Musiker verdienen den Großteil ihres Geldes mit Konzerten. Die Eintrittskarten und der Merch sind ein wichtiges Standbein, welches ohne Auftritte nahezu ersatzlos wegfällt.

Nun sind aber die Werke genau dieser Künstler, die uns in so einer Situation Abwechslung bieten. Das Album beim Kochen, die Playlist beim Workout oder einfach ein paar smoothe Jazz-Songs beim Lesen des aktuellen Buches. Wie können wir nun in der aktuellen Situation etwas zurückgeben?

1. Bereits gekaufte Konzerttickets behalten.

Ja klar, bezahlen für nicht erbrachte Leistung. Ich versteh schon, das widerspricht dem natürlichen Instinkt. Aber tun dir die 50€ weh, wenn du sie nicht zurückbekommst? Nein? Cool, denn der anderen Seite helfen sie definitiv!

2. Das Album endlich kaufen!

Und damit ist nicht der MediaMarkt um die Ecke gemeint, wenn der im Moment überhaupt geöffnet ist. Kauf das Album, dass du schon länger im Auge hast, einfach mal direkt beim Künstler oder auf einer Plattform wie Bandcamp, wo Künstler einfach mehr aus dem Verkauf von Alben und Merch erzielen. Außerdem gibt es hier häufig die komplette Bandbreite von dem digitalen Produkt, über die verschiedensten Vinyl-Varianten bis hin zu Kassetten und CDs.

3. Das Merch eben bestellen!

Merch ist einer der effektivsten Wege, deinen Lieblingskünstler aktuell zu unterstützen. Und warum nicht mal abends auf der Couch ein Bandshirt tragen? Oder bei der Gartenarbeit den Namen des Rappers von nebenan auf dem Rücken tragen? Vielleicht findest du auch so beim nächsten Fussballspiel der Kids heraus, dass der unsympathisch wirkende Daddy des Stürmers auch auf arabischen Funk der 1970er Jahre steht.

4. Streamen wann immer es möglich ist.

Richtig, mit Streaming verdient kaum ein Musiker seine Millionen. Die Royaltys sind größtenteils sogar erschreckend niedrig. Und trotzdem ist es eine Einnahmequelle, die in der aktuellen Situation weiter fließen kann. Wenn bei einem Stuhl ein Bein fehlt, ist es nicht mehr ganz so bequem. Fehlt noch ein zweites Bein, wird es schon extrem schwierig. Die neue green-colored LP kannst du auch noch in zwei Monaten rauf und runter hören.

5. Den Content auf Social Media Plattformen teilen.

Auch dieser Punkt kostet dich kein Geld. Fast alle Künstler sind auf mindestens einer Social Media Plattform vertreten und posten irgendwelchen Content. Nimm dir einfach die Zeit und teile deren Content, kommentiere auf Instagram oder Facebook, lass ein Like da oder teile das neuste Video in deiner eigenen Story. Reichweite und Engagement sind Trumpf. Je mehr Engagement ein Künstler mit seinen Posts, Videos etc. generieren kann, desto mehr Reichweite wird ihm von den Algorithmen zugestanden. Hiermit hilfst du den Künstlern also auch über die aktuelle Situation hinaus!

Weitere Ideen kannst du gerne mit uns in den Kommentaren teilen. Wichtig ist jedoch, dass du einfach aktiv wirst und irgendwie hilfst. Denn egal wie du jetzt genau hilfst und wie deine eigene Situation überhaupt aussieht, gemeinsam stehen wir die aktuelle Situation weitaus besser durch als alleine. Sollte dich vor allem Punkt 4 ansprechen, dann folge uns gerne auf Twitter, dort teilen wir täglich neue Streaming-Tipps!

Zum Abschluss möchte ich dir noch die aktuelle Episode des HipHop-Podcast ThemaTakt empfehlen, in der die Auswirkungen des Corona Virus auf das Musik-Business (nicht nur die Musiker direkt) ausgiebig mit den beteiligten Personen besprochen werden. Sehr interessant!