28 May

My Life At 45

by Dr. Rubberfunk

 

Who got the funk? We got the funk! Wir haben Dr. Rubberfunks aktuelles Album "My Life At 45" vor ein paar Wochen an drei glückliche Gewinner verlost. Nun ist es Zeit nochmal einen weiteren Blick auf die Platte zu werfen.

Seine Karriere begann Dr. Rubberfunk als DJ in den früher 1990er Jahren. Anfang der 2000er war es dann Zeit für das erste eigene Release. Nochmal fast 20 Jahre drauf und wir sind mit My Life At 45 beim vierten Album angekommen. Angekommen ist der gelernte Schlagzeuger auch in einem Genre, das man nicht unbedingt sofort mit Großbritannien in Verbindung bringt: Funk und Soul.

Wie aber auch schon unser Musik-Feature im Februar zeigt, gibt es auf der Insel mittlerweile eine wirklich hervorragende Funk-Szene. Für My Life At 45 hat sich Dr. Rubberfunk allerdings hauptsächlich im eigenen Laden bedient. Lediglich der Jazzmusiker Ben Castle und die Sängerin Stephanie Whitelock finden wir nicht unter dem Dach des Labels Jalapeno Records. Aus dem eigenen Stall gesellen sich Izo FitzRoy und John Turrell (1/2 von Smoove & Turrell) dazu.

Die insgesamt 12 Tracks - Seite A und Seite B mit jeweils 6 Tracks - sind eine gute Balance aus reinen Instrumentals und dynamischen Vocal-Songs. Es ist allerdings egal, ob du z.B. A Matter Of Time oder das chilligere Slim's Mood anmachst, der Plattendoktor kann seine erstklassigen Fähigkeiten ab dem ersten Beat beweisen. Einen ganz starken Eindruck machen zudem die bereits erwähnten Featuregäste. Fehlte es vielleicht ein wenig an dem gewissen Etwas, dem USP der Platte, geben die vier Gäste dem Album seine besondere Note.

So müssen wir leider feststellen, dass My Life At 45 als reine Solo-LP wahrscheinlich unscheinbarer gewesen wäre. So aber pointiert genau die richtigen Akzente und Highlights setzt, um als unaufdringliche Funk-LP aus der oberen Regalreihe durchzugehen.